Die Spielregeln für Jugendliche (15 – 16 Jahre) und Junioren (unter 19 Jahren)

Spielfeld: (Herren)
Es gelten die Regeln des Rugbyspiels in der vom International Rugby Football Board und dem Deutschen Rugby-Verband beschlossenen Fassung mit nachstehenden Veränderungen:
Regel 3 Anzahl der Spieler: Bis zu sieben Spieler dürfen in Spielen von Mannschaften unter 21 Jahren ausgewechselt werden. Ein Spieler, der dauerhaft ersetzt wurde, darf nicht wieder am Spiel teilnehmen.
Wenn eine Mannschaft sieben Ersatzleute benennt, müssen die folgenden Positionen abgedeckt sein: Erste Reihe links, erste Reihe rechts, Hakler und ein Stürmer der zweiten Reihe.
Regel 5 – Spieldauer: Die Spieldauer beträgt bei Spielen von Jugendlichen 2 x 30 Minuten, bei Spielen von Junioren 2 x 35 Minuten.
Regel 20 – Gedränge
a) Ein Gedränge kann nicht näher als 5 m vor der Malline gebildet werden.
b) Dreht sich ein Gedränge unabsichtlich um mehr als 45 Grad, so wird ein neues Gedränge angeordnet. Die ballbesitzende Mannschaft wirft ein.
c) Genau acht Spieler jeder Mannschaft sind notwendig, um ein Gedränge zu bilden. Die Anzahl kann auf 5 Spieler reduziert werden, wenn Spieler für diese Positionen nicht zur Verfügung stehen, vom Platz gestellt oder verletzt wurden. Wird ein Gedränge mit weniger als 8 Spielern gebildet, so müssen sich beide Mannschaften wie folgt formieren:
7 Stürmer – 3-4-Formation
6 Stürmer – 3-2-1-Formation
5 Stürmer – 3-2-Formation
d) Sollte einer der 5 Spieler der ersten oder zweiten Reihe nicht verfügbar, verletzt oder vom Platz gestellt worden sein,
so ordnet der Schiedsrichter im weiteren Spielverlauf nur noch passive Gedränge an.
e) Es ist verboten, das Gedränge zu drehen oder das gegnerische Gedränge mehr als 1,5 m in Richtung einer Malline zu schieben. Keinem Spieler ist es erlaubt, den Ball absichtlich im Gedränge zu halten, nachdem die Kontrolle über den Ball gewonnen wurde.
Strafe c), d), e): Freitritt
Regel 24 B – Abseits am Gedränge
a) Während des Gedränges darf kein Spieler das Gedränge verlassen.
b) Die Nr.8 eines 3-4-1-Gedränges ist der einzige Spieler, der den Ball aufnehmen und sich vom Gedränge lösen darf. Wenn er dies tut, ist das Gedränge beendet.
Strafe a), b): Straftritt
Regel 26 – Foulspiel
Folgende Spielzüge sind aus Sicherheitsgründen verboten:
a) ,,Fliegender Keil“: Ein Spieler wird nach einem Frei- oder Straftritt kurz angespielt und läuft auf die Malline zu, während sich seine Mitspieler bei ihm binden.
b) ,,Kavallerie-Angriff“: Die angreifenden Spieler verteilen sich bei einem Frei- oder Straftritt in 1- bis 2-m-Abständen über das Spielfeld. Auf ein Signal des ausführenden Spielers laufen alle Spieler los. Erst kurz bevor die Spieler die Marke erreicht ha ben, wird der Ball zu einem bestimmten Spieler gepasst.
Strafe a), b): Straftritt

Die Spielregeln für Schüler D (bis 8 Jahre)

1. Spielfeld: Es wird davon ausgegangen, dass die Spielfelder aus technischen und organisatorischen Gründen meistens in die bestehenden Abmessungen und Abzeichnungen der Erwachsenen-Spielfelder eingepasst werden müssen.
Spielfeld Schüler D: In Längsrichtung des normalen Spielfeldes von der Mallinie zur 22-m-Linie, zwischen der Seitenauslinie und der 15-m-Linie. Abmessung: 15 x 32 m inklusive der Malfelder.
2. Spielzeit: Die zusätzlich zu der Spielzeit eines einzelnen Spieles genannte Zeit ist die gesamte Spielzeit bei einem Tur nier, die während eines Tages nicht überschritten werden soll. Spielzeit Schüler D: 2 x 7 Minuten/45 Minuten
3. Spielbeginn: Den Ball erhält zuerst jene Mannschaft, die bei der Seitenwahl das Recht auf den Antritt erhalten hat. Am Antrittspunkt hält der Schiedsrichter den Ball einem Spieler dieser Mannschaft in dessen Augenhöhe hin, pfeift das Spiel an und überlässt diesem Spieler den Ball. Beim Anpfiff muss die gegnerische Mannschaft einen Abstand von mindestens 5 Metern zum Ballträger einhalten.
4. Arten der Erfolge: Ein Versuch (5 Punkte) ist erzielt, wenn der Ball im gegnerischen Malfeld niedergelegt wird. Es werden keine Erhöhungstritte ausgeführt.
5. Straftritt: Ein Straftritt wird wie der Antritt ausgeführt. Die gegnerische Mannschaft muss einen Abstand von mindestens 5 Metern einhalten.
6. Gedränge: Es wird kein Gedränge durchgeführt. Hätte nach den Spielregeln ein Gedränge angeordnet werden müssen, erhält diejenige Mannschaft den Ball, die den Regelverstoß nicht begangen hatte. Das Spiel wird gemäß Ziffer 3. fortgesetzt. Ein Vorfallen geschieht, wenn sich der Ball vorwärts in Richtung der gegnerischen Malfeld-Auslinie bewegt, nachdem ein Spieler ihn aus seinem Besitz verloren hat. Ein Vorpass entsteht, wenn der Ball vom Ballträger in Richtung der gegnerischen Malfeld-Auslinie gepasst oder geworfen wird.
7. Gasse: Es wird keine Gasse ausgeführt. Das Spiel wird gemäß Ziffer 3. fortgesetzt. Diejenige Mannschaft erhält den Ball. die ihn nicht ins Seitenaus getragen bzw. nicht zuletzt gespielt hat.
8. Fußspiel: Es dürfen keine Tritte/Kicks aus der Hand ausgeführt werden.
9.  Foulspiel: Es ist besonders zu beachten, dass  gefährliches Spiel (z.B. Hochhalten am Hals, Stoßen und Herumschleudern) als Foulspiel gilt.
Foulspiel ist jede Aktion eines Spielers, die gegen Geist und Buchstaben der Regeln des Rugbyspiels gerichtet ist.
10. Der Ball: Die Ballabmessungen werden für junge Spieler verkleinert. Schüler D spielen mit Bällen der Größe Nr. 3.
11. Spielkleidung: Kein Spieler darf gefährliche Gegenstände wie Schnallen, Ringe oder Ohrringe tragen. Die Rugbystiefel müssen aus orthopädischen, entwicklungsbedingten Gründen an den Sohlen Noppen aus Gummi oder Kunststoff aufweisen.
12. Halten: Ein Halten geschieht, wenn ein Ballträger im Spielfeld von einem oder mehreren Gegenspielern festgehalten und dabei zu Boden gebracht wird oder der Ball in Kontakt mit dem Boden kommt. Ein gehaltener Spieler muss den Ball unverzüglich passen oder ihn loslassen und aufstehen, um weiterzuspielen.
Für jeden Spieler ist es regelwidrig, einen gehaltenen Spieler daran zu hindern, den Ball zu passen, ihn loszulassen oder ihn am Aufstehen zu hindern, nachdem er den Ball gepasst oder ihn losgelassen hat.
Strafe:  Ein Straftritt an der Stelle des Verstoßes.
Bei Kindern unter 7 Jahren soll Touch Rugby gespielt werden. Beim Touch Rugby dürfen die balltragenden Spieler nicht gefasst und nicht zu Boden gebracht werden. Ein balltragender Spieler wird dadurch gestoppt, dass er einen beidhändigen Klaps auf den Oberkörper erhält. Er muss dann sofort stehen bleiben und den Ball passen oder auf den Boden ablegen.
13. Abseits: Während des Spiels ist ein Spieler in Abseitsposition, wenn er sich vor dem Ball befindet, den ein anderer Spieler seiner Mannschaft zuletzt gespielt hat, und ins Spiel eingreift. Ein Verstoß wird mit einem Straftritt geahndet.
14. Anzahl der Spieler: Höchstens 6. Es dürfen 3 Spieler ausgewechselt werden.