Rugby in der Grundschule Regina-Ullmann von 6. bis 8. Juni 2010

In Zusammenarbeit mit den Mannschaft von Studentenstadt Rugby München gestalten wir die Projektwoche in der Regina-Ullmann-Schule in München (Adresse: Regina Ullmann-Straße 6, 81927 München) mit.
Kindern von der 1. bis 4. Klasse wird zwischen vom 6. bis 8. Juni 2010 ein Einblick in Rugby gewährt.

Rugby als Schulsport

Rugby leidet in Deutschland unter Vorurteile, Verwechslungen oder falsche bzw. ungenaue Vorstellungen. Diese Umstände machen es einen rugbyinteressierten Lehrer nicht immer leicht, Sportkollegen und den Schuldirektor davon zu überzeugen, an ihrer Schule Rugby als Sportangebot einzuführen. An dieser Situation möchten wir etwas ändern,  da wir in den letzten Jahren viel positives Feedback von Schulen bekamen, die den Versuch gestartet haben Rugby als Schulsport anzubieten.
Wir haben hier ein Argumente zusammengetragen, die auch Sie davon überzeugen sollen, Rugby an Ihrer Schule einzuführen:
Rugby ist ein einfach zu erlernendes Spiel

  • Grundtechniken sind Laufen, Werfen, Passen und Fangen
  • Es gibt keine Schritt und Dribbelregeln
  • Der Ball darf mit dem Fuß und der Hand gespielt werden
  • Der Zielbereich wird durch die gesamte Breite des Spielfeldes gebildet

Rugby kann von jedem gespielt werden

  • Durch die Vielseitigkeit und Variantenvielfalt des Rugbyspiels kann für jeden Spielertypen eine für ihn angemessene Aufgabe gefunden werden
  • Jeder kann Rugby in einer seiner Schwächen und Stärken orientierten Position spielen

Rugby ist ein Teamsport

  • Die gesamte Mannschaft ordnet sich einem gemeinsamen Ziel unter
  • Die soziale Kompetenz der Schüler wird gefördert
  • Ein starkes Zusammengehörigkeitsgefühl wird erzeugt

Rugbyregeln sind variabel und veränderbar

  • Sie können individuellen Umständen und Bedingungen angepasst werden (Koedukation)
  • Die Regeln können gemeinsam entwickelt werden
  • Ein Verhaltenscodex kann gemeinsam erarbeitet werden (Fairplay)

Rugby ist gewaltpräventiv

  • Kontrollierter Körperkontakt durch ein variables, auf die Zielgruppe anwendbares Regelwerk
  • Kanalisierung überschüssiger Energien und Kräfte in sinnvolle sportliche Betätigung
  • Die natürliche Bewegung, um einen Gegner zu stoppen ist eine Klammerbewegung, die wenig Verletzungsrisiko in sich birgt
  • Durch das gemeinsame Erarbeiten von Verhaltensregeln trägt Rugby zur Friedenserziehung bei

Rugby ist koedukativ

  • Mädchen und Jungen können gemeinsam spielen
  • Man kann unterschiedliche Regeln für Mädchen und Jungen einführen und dennoch gemeinsam spielen

Rugby fördert vielfältige motorische sowie kognitive Fähigkeiten

  • Ganzheitliche Beanspruchung des Bewegungsapparates
  • Strategieentwicklung durch die Schüler/Schülerinnen
  • Kommunikation innerhalb einer Mannschaft ist nötig und wird gefördert

Rugby fördert die Entwicklung zu einer eigenständigen Persönlichkeit

  • Rugbysport als Medium gegen Egoismus und Rassismus im Sport
  • Rugbysport als sinnvolle Freizeitgestaltung
  • Identitätsbildung durch Rugbysport
  • Das Akzeptieren vorhandener Regeln muss erlernt werden und nur dadurch können Erfolgerlebnisse erzielt werden

Die Spielregeln für Schüler B (11 -12 Jahre)

1.  Spielfeld:
In Querrichtung mit beiden 5-m-Linien als Mallinien, seitlich begrenzt durch die 22-m-Linie und die weiter entfernte 10-m-Linie. Abmessung: 40 x 65 m.
2. Spielzeit: 2 x 15 Minuten / 75 Minuten.
3. Spielbeginn: Ein Spieler der antretenden Mannschaft führt jeweils zu Beginn einer Halbzeit am Antrittspunkt einen Platztritt aus, bei Antritt nach einem Versuch einen Sprungtritt. Die gegnerische Mannschaft muss 7 m entfernt sein. Beim Antritt muss der Ball diese 7 m entfernte Linie überqueren.
4. Arten der Erfolge: Es gelten die gleichen Regeln wie bei den Schülern C.
5. Straftritt: Ein Straftritt wird als kurzer Antritt ausgeführt. Die gegnerische Mannschaft muss einen Abstand von mindestens 7 Metern einhalten.
6. Gedränge: Ein Gedränge wird von Spielern beider Mannschaften gebildet, die sich so aufstellen, dass der Ball zwischen ihnen auf den Boden eingeworfen werden kann. Bei den Schülern B wird ein Gedränge mit 3 Spielern in jeder Reihe durchgeführt.
Der mittlere Spieler in jeder Reihe ist der Hakler, und die Spieler beiderseits von ihm sind die Außenstürmer.
Die nicht für den Regelverstoß verantwortliche Mannschaft soll den Ball in das Gedränge einwerfen.
Der Gedrängehalb der nicht einwerfenden Mannschaft und seine Mitspieler müssen sich hinter den letzten Fuß des hintersten am Gedränge beteiligten eigenen Spielers begeben. Sie dürfen erst dann zur Verteidigung anlaufen, wenn der einwerfende Gedrängehalb den Ball wieder aufgenommen hat, nachdem er das Gedränge verlassen hat. Ein Regelverstoß wird mit einem Straftritt geahndet.
7. Gasse: Eine Gasse wird von 2 Spielern jeder Mannschaft gebildet, die sich in einfachen Reihen parallel und 5 mentfernt zur Seitenauslinie in Erwartung des Balles aufstellen, der zwischen beiden Reihen eingeworfen wird. Bis der Ball die Hand des einwerfenden Spielers verlassen hat, muss jeder Spieler in der Gasse wenigstens 1 m Abstand vom nächsten Spieler haben.
Die Gasse beginnt, wenn der Ball die Hände des Einwerfers verlässt. Die Gasse ist beendet, wenn der Ball die Gasse verlassen hat.
Spieler beider Mannschaften, die nicht an der Gasse teilneh men, müssen sich 7 m hinter der Gassenlinie aufstellen. Sie dürfen erst anlaufen, wenn die Gasse beendet ist. Die Gassen linie ist eine gedachte Linie im Spielfeld, die im rechten Winkel zur Seitenauslinie durch den Punkt verläuft, von dem der Ball einzuwerfen ist.
Ein Regelverstoß wird mit einem Straftritt geahndet.
8. Fußspiel: Das Spiel mit dem Fuß ist bei den Schülern B generell erlaubt. In der eigenen Verteidigungszone zwischen der 15-m-Linie und der 5-m-Linie ist ein Freifang (Marke) möglich.
Ein Spieler macht einen Freifang, wenn er in seiner Verteidigungszone oder im eigenen Malfeld mit mindestens einem Fuß auf dem Boden ist und den Ball klar von einem Tritt des Gegners fängt und zugleich ,,Marke!“ ruft. Aufgrund eines Freifangs ordnet der Schiedsrichter einen Freitritt an, der wie ein Straftritt ausgeführt wird.
Der Tritt muss von dem Spieler ausgeführt werden, der den Freifang gemacht hat.
In seiner eigenen Verteidigungszone macht ein Spieler einen Freifang.
Wenn die Marke im Malfeld ist, soll jedes daraus entstehende Gedränge 5 m vor der Mallinie auf einer Linie durch die Marke stattfinden.
9. Foulspiel: Es gelten die gleichen Regeln wie bei den Schülern C und D.
10. Der Ball: Schüler B spielen mit Bällen der Größe Nr.4.
11. Spielkleidung: Es gelten die gleichen Regeln wie bei der Schülern C und D. Schraubstollen sind erlaubt.
12. Halten: Es gelten die gleichen Regeln wie bei den Schülern C und D.
13. Abseits: Es gelten die gleichen Regeln wie bei den Schülern C.
14. Anzahl der Spieler: 8. Es dürfen 3 Spieler ausgewechselt werden.
15. Mannschaftsaufstellung: Eine Mannschaft besteht aus 8 Spielern, die die folgenden Rückennummern tragen sollen:
1 – Außenstürmer links, 2 – Hakler, 3 – Außenstürmer rechts, 9 – Gedrängehalb, 10 – Verbinder, 12 – Innendreiviertel, 13 – Innendreiviertel, 14 – Außendreiviertel.

Die Spielregeln für Schüler C (9 – 10 Jahre)

1. Spielfeld: In Querrichtung zum normalen Spielfeld mit den beiden 5-m-Linien als Mallinien, seitlich begrenzt durch die 10-m-Linie des normalen Spielfeldes und die 22-m-Linie.
Abmessung:  65 x 22 m.
2. Spielzeit: 2 x 10 Minuten / 60Minuten.
3. Spielbeginn: Ein Spieler der antretenden Mannschaft führt am Antrittspunkt einen kurzen Antritt aus, nimmt den Ball auf und passt ihn zu einem Mitspieler. Die gegnerische Mannschaft muss 5 m entfernt sein.
4. Arten der Erfolge: Für den Versuch gelten die gleichen Regeln wie bei den Schülern D.
Soweit es ohne zusätzlichen technischen Aufwand möglich ist, sollten Versuche bei den Schülern C erhöht werden. Ein Treffer nach einem Versuch (Erhöhung) zählt zwei Punkte. Bei den Schülern C soll die Erhöhung von der Mitte der Malstangen als Sprungtritt (Dropkick) ausgeführt werden. Diese Regel wird als Empfehlung aufgenommen. Sie wird für Meisterschaftsspiele nicht bindend vorgeschrieben.
5. Straftritt: Es gelten die gleichen Regeln wie bei den Schülern D.
6. Gedränge: Bei den Schülern C wird kein Gedränge ausgeführt. Hätte nach normalen Regeln ein Gedränge angeordnet werden müssen, erhält diejenige Mannschaft den Ball, die den Regelverstoß nicht begangen hat. Das Spiel wird gemäß Ziffer 5. fortgesetzt.
7. Gasse: Bei den Schülern C wird keine Gasse ausgeführt. Das Spiel wird gemäß Ziffer 5. fortgesetzt. Der kurze Antritt muss 1 Meter von der Seitenauslinie entfernt ausgeführt werden.
8. Fußspiel: Der Ball darf nur nach vorne getreten werden. wenn der Spieler, der den Tritt ausführt, sich hinter seiner eigenen Verteidigungslinie aufhält. Diese Linie verläuft in einer Entfernung von 10 m von der Mallinie parallel zu ihr. Bei Einfügung des Spielfeldes in das Normalfeld entspricht die Verteidigungslinie der 15-m-Linie.
9. Foulspiel: Es gelten die gleichen Regeln wie bei den Schülern D:
10. Der Ball: Schüler C spielen mit Bällen der Größe Nr.4.
11. Spielkleidung: Es gelten die gleichen Regeln wie bei den Schülern D.
12. Halten: Es gelten die gleichen Regeln wie bei den Schülern D.
13. Abseits: Während des Spiels ist ein Spieler im Abseits, wenn er sich vor dem Ball befindet, den ein anderer Spieler seiner Mannschaft zuletzt gespielt hatte, und ins Spiel eingreift oder wenn er sich bei einem Kick vor dem tretenden Spieler seiner eigenen Mannschaft befindet. Ein Verstoß wird mit einem Straftritt geahndet.
14. Anzahl der Spieler: 8. Es dürfen 3 Spieler ausgewechselt werden.

Rugby offizieller Schulsport in Bayern

Seit 2007 ist Rugby offizieller Schulsport in Bayern. Wir unterstützen Schulen bei der Planung und Umsetzung von Rugby als Schulsport.
Die nachstehenden Regeln gelten für Spiele der vier Schüler-Altersklassen (D, C, B und A), sind seit 1991 für alle Spiele im Bereich der Deutschen Rugby-Jugend (DRJ) gültig und wurden 1992 und 1995 überarbeitet. Die Einteilung der Altersspielklassen ergibt sich aus Ziffer 10.1. der DRJ-Spielordnung.

Sofern nachfolgend keine besonderen Bestimmungen genannt sind, gelten die Regeln des Rugbyspiels und die Bestimmungen der Satzungen und Spielordnungen des Deutschen Rugby-Verbandes (DRV) und der DRJ. Es ist besonders zu beachten, dass Spiele von Schülern, Jugendlichen und Junioren – wo dies möglich ist – von vereinsneutralen Schiedsrichtern geleitet werden.

Regeln für OK-Rugby

Grundsätzliches:
Alle Spieler dürfen:

  • mit dem Ball laufen (keine Schritt- oder Dribbelregel wie im Hand- oder Basketball)
  • den Ball mit der Hand nur seit- oder rückwärts passen
  • nur der Ballträger darf mit 2 Händen an der Hüfte berührt werden
  • dann muss der Ballträger sofort passen oder den Ball ablegen
  • einen Versuch im Malfeld (in der Halle eine Mattenbahn an beiden Enden des Spielfeldes) legen

Mannschaftsstärke / Spielfeldgröße / Spieldauer:

  • 5 – 6 Spieler pro Mannschaft in Dreifachturnhalle
  • 7 Spieler auf Außenanlage (1/2 Rugby- oder Fußballfeld)

  • Mannschaftsstärken von 5 – 11 Spielern möglich (abhängig von Spielfeldgröße und
  • Spielniveau: je niedriger, desto weniger Spieler)

  • Spieldauer abhängig von Mannschaftsgröße und Alter der Spieler.
    Empfehlung: Halle 2 x 7 min (3 min Pause)
    Außenfeld 2 X 10 min (5 min Pause)
  • Spielfeldbegrenzung durch Linien, Hütchen, o.ä.

Spielbeginn / Versuch:

  • Kickstart: auf dem Mittelpunkt der Mittellinie den Ball ca. 10 cm nach vorne kicken, aufnehmen und sofort laufen oder abgeben
  • Versuch: den Ball im Malfeld niederlegen (5 Punkte)

Wiederbeginn nach Spielunterbrechung / Ahndung von Vergehen:

  • nach Versuch: Kickstart Mittellinie
  • nach Seitenaus: Kickstart auf dem Punkt, an dem Ball Auslinie kreuzte
  • nach Aus im Malfeld: Kickstart 5 m vor Mallinie
  • nach technische Vergehen: Schiri bringt Ball mit Tritt oder Pass wieder ins Spiel (Möglichkeit, auch schwächere Spieler in Ballbesitz zu bringen!)
  • nach Foul: Bodenverlust von 5 m, danach wie bei technischem Vergehen

Halten des Ballträgers:

  • beim OK-Rugby muss sie/er mit beiden Händen an Hüfte berührt werden
  • der/die Ballträger/in muss dann umgehend Ball abgeben oder, wenn sie/er dazu nicht in der Lage, auf Boden legen (im Zielspiel wird der/die Ballträger/in durch Tiefhalten zu Boden gebracht)

Die Spielregeln für Jugendliche (15 – 16 Jahre) und Junioren (unter 19 Jahren)

Spielfeld: (Herren)
Es gelten die Regeln des Rugbyspiels in der vom International Rugby Football Board und dem Deutschen Rugby-Verband beschlossenen Fassung mit nachstehenden Veränderungen:
Regel 3 Anzahl der Spieler: Bis zu sieben Spieler dürfen in Spielen von Mannschaften unter 21 Jahren ausgewechselt werden. Ein Spieler, der dauerhaft ersetzt wurde, darf nicht wieder am Spiel teilnehmen.
Wenn eine Mannschaft sieben Ersatzleute benennt, müssen die folgenden Positionen abgedeckt sein: Erste Reihe links, erste Reihe rechts, Hakler und ein Stürmer der zweiten Reihe.
Regel 5 – Spieldauer: Die Spieldauer beträgt bei Spielen von Jugendlichen 2 x 30 Minuten, bei Spielen von Junioren 2 x 35 Minuten.
Regel 20 – Gedränge
a) Ein Gedränge kann nicht näher als 5 m vor der Malline gebildet werden.
b) Dreht sich ein Gedränge unabsichtlich um mehr als 45 Grad, so wird ein neues Gedränge angeordnet. Die ballbesitzende Mannschaft wirft ein.
c) Genau acht Spieler jeder Mannschaft sind notwendig, um ein Gedränge zu bilden. Die Anzahl kann auf 5 Spieler reduziert werden, wenn Spieler für diese Positionen nicht zur Verfügung stehen, vom Platz gestellt oder verletzt wurden. Wird ein Gedränge mit weniger als 8 Spielern gebildet, so müssen sich beide Mannschaften wie folgt formieren:
7 Stürmer – 3-4-Formation
6 Stürmer – 3-2-1-Formation
5 Stürmer – 3-2-Formation
d) Sollte einer der 5 Spieler der ersten oder zweiten Reihe nicht verfügbar, verletzt oder vom Platz gestellt worden sein,
so ordnet der Schiedsrichter im weiteren Spielverlauf nur noch passive Gedränge an.
e) Es ist verboten, das Gedränge zu drehen oder das gegnerische Gedränge mehr als 1,5 m in Richtung einer Malline zu schieben. Keinem Spieler ist es erlaubt, den Ball absichtlich im Gedränge zu halten, nachdem die Kontrolle über den Ball gewonnen wurde.
Strafe c), d), e): Freitritt
Regel 24 B – Abseits am Gedränge
a) Während des Gedränges darf kein Spieler das Gedränge verlassen.
b) Die Nr.8 eines 3-4-1-Gedränges ist der einzige Spieler, der den Ball aufnehmen und sich vom Gedränge lösen darf. Wenn er dies tut, ist das Gedränge beendet.
Strafe a), b): Straftritt
Regel 26 – Foulspiel
Folgende Spielzüge sind aus Sicherheitsgründen verboten:
a) ,,Fliegender Keil“: Ein Spieler wird nach einem Frei- oder Straftritt kurz angespielt und läuft auf die Malline zu, während sich seine Mitspieler bei ihm binden.
b) ,,Kavallerie-Angriff“: Die angreifenden Spieler verteilen sich bei einem Frei- oder Straftritt in 1- bis 2-m-Abständen über das Spielfeld. Auf ein Signal des ausführenden Spielers laufen alle Spieler los. Erst kurz bevor die Spieler die Marke erreicht ha ben, wird der Ball zu einem bestimmten Spieler gepasst.
Strafe a), b): Straftritt

Die Spielregeln für Schüler D (bis 8 Jahre)

1. Spielfeld: Es wird davon ausgegangen, dass die Spielfelder aus technischen und organisatorischen Gründen meistens in die bestehenden Abmessungen und Abzeichnungen der Erwachsenen-Spielfelder eingepasst werden müssen.
Spielfeld Schüler D: In Längsrichtung des normalen Spielfeldes von der Mallinie zur 22-m-Linie, zwischen der Seitenauslinie und der 15-m-Linie. Abmessung: 15 x 32 m inklusive der Malfelder.
2. Spielzeit: Die zusätzlich zu der Spielzeit eines einzelnen Spieles genannte Zeit ist die gesamte Spielzeit bei einem Tur nier, die während eines Tages nicht überschritten werden soll. Spielzeit Schüler D: 2 x 7 Minuten/45 Minuten
3. Spielbeginn: Den Ball erhält zuerst jene Mannschaft, die bei der Seitenwahl das Recht auf den Antritt erhalten hat. Am Antrittspunkt hält der Schiedsrichter den Ball einem Spieler dieser Mannschaft in dessen Augenhöhe hin, pfeift das Spiel an und überlässt diesem Spieler den Ball. Beim Anpfiff muss die gegnerische Mannschaft einen Abstand von mindestens 5 Metern zum Ballträger einhalten.
4. Arten der Erfolge: Ein Versuch (5 Punkte) ist erzielt, wenn der Ball im gegnerischen Malfeld niedergelegt wird. Es werden keine Erhöhungstritte ausgeführt.
5. Straftritt: Ein Straftritt wird wie der Antritt ausgeführt. Die gegnerische Mannschaft muss einen Abstand von mindestens 5 Metern einhalten.
6. Gedränge: Es wird kein Gedränge durchgeführt. Hätte nach den Spielregeln ein Gedränge angeordnet werden müssen, erhält diejenige Mannschaft den Ball, die den Regelverstoß nicht begangen hatte. Das Spiel wird gemäß Ziffer 3. fortgesetzt. Ein Vorfallen geschieht, wenn sich der Ball vorwärts in Richtung der gegnerischen Malfeld-Auslinie bewegt, nachdem ein Spieler ihn aus seinem Besitz verloren hat. Ein Vorpass entsteht, wenn der Ball vom Ballträger in Richtung der gegnerischen Malfeld-Auslinie gepasst oder geworfen wird.
7. Gasse: Es wird keine Gasse ausgeführt. Das Spiel wird gemäß Ziffer 3. fortgesetzt. Diejenige Mannschaft erhält den Ball. die ihn nicht ins Seitenaus getragen bzw. nicht zuletzt gespielt hat.
8. Fußspiel: Es dürfen keine Tritte/Kicks aus der Hand ausgeführt werden.
9.  Foulspiel: Es ist besonders zu beachten, dass  gefährliches Spiel (z.B. Hochhalten am Hals, Stoßen und Herumschleudern) als Foulspiel gilt.
Foulspiel ist jede Aktion eines Spielers, die gegen Geist und Buchstaben der Regeln des Rugbyspiels gerichtet ist.
10. Der Ball: Die Ballabmessungen werden für junge Spieler verkleinert. Schüler D spielen mit Bällen der Größe Nr. 3.
11. Spielkleidung: Kein Spieler darf gefährliche Gegenstände wie Schnallen, Ringe oder Ohrringe tragen. Die Rugbystiefel müssen aus orthopädischen, entwicklungsbedingten Gründen an den Sohlen Noppen aus Gummi oder Kunststoff aufweisen.
12. Halten: Ein Halten geschieht, wenn ein Ballträger im Spielfeld von einem oder mehreren Gegenspielern festgehalten und dabei zu Boden gebracht wird oder der Ball in Kontakt mit dem Boden kommt. Ein gehaltener Spieler muss den Ball unverzüglich passen oder ihn loslassen und aufstehen, um weiterzuspielen.
Für jeden Spieler ist es regelwidrig, einen gehaltenen Spieler daran zu hindern, den Ball zu passen, ihn loszulassen oder ihn am Aufstehen zu hindern, nachdem er den Ball gepasst oder ihn losgelassen hat.
Strafe:  Ein Straftritt an der Stelle des Verstoßes.
Bei Kindern unter 7 Jahren soll Touch Rugby gespielt werden. Beim Touch Rugby dürfen die balltragenden Spieler nicht gefasst und nicht zu Boden gebracht werden. Ein balltragender Spieler wird dadurch gestoppt, dass er einen beidhändigen Klaps auf den Oberkörper erhält. Er muss dann sofort stehen bleiben und den Ball passen oder auf den Boden ablegen.
13. Abseits: Während des Spiels ist ein Spieler in Abseitsposition, wenn er sich vor dem Ball befindet, den ein anderer Spieler seiner Mannschaft zuletzt gespielt hat, und ins Spiel eingreift. Ein Verstoß wird mit einem Straftritt geahndet.
14. Anzahl der Spieler: Höchstens 6. Es dürfen 3 Spieler ausgewechselt werden.

Die Spielregeln für Schüler A (13 – 14 Jahre)

1. Spielfeld: In Längsrichtung von der Mallinie bis zur entfernteren 22-m-Linie, seitlich begrenzt durch die beiden 5-m-Linien. Anmessung: 55 x 88 m.
2. Spielzeit: 2 x 20 Minuten/90 Minuten.
3. Spielbeginn: Es gelten die gleichen Regeln wie bei den Schülern B. Die gegnerische Mannschaft muss beim Antritt 1C m vom Antrittspunkt entfernt sein. Bei jedem Antritt muss der Ball diese gedachte 10-m-Linie überqueren.
4. Arten der Erfolge: Für den Versuch gelten die gleichen Regeln wie bei den Schülern B, C und D.
Soweit ohne zusätzlichen technischen Aufwand möglich,
sollen Versuche bei den Schülern A erhöht werden Ein Treffer nach einen Versuch (Erhöhung) zählt 2 Punkte. Wenn eine Mannschaft einer Versuch erzielt hat, hat sie das Recht, einen Platz- oder Sprungtritt nach den Malstangen auszuführen, und zwar auf einer Linie durch die Stelle, an der der Versuch erzielt worden ist.
5. Straftritt: Ein Straftritt wird als kurzer Antritt ausgeführt. Die gegnerische Mannschaft muss einen Abstand von mindestens 10 m einhalten.
6. Gedränge: Bei den Schülern A wird ein Gedränge mit 5 Spielern durchgeführt, drei in der ersten Reihe und zwei in der zweiten Reihe. Der mittlere Spieler in jeder ersten Reihe ist der Hakler, die Spieler beiderseits von ihm sind die Außenstürmer. Die beiden anderen Spieler sind Zweite-Reihe-Stürmer.
Das Fünf-Mann-Gedränge ist ein aktives Gedränge. Sollte einer der fünf Spieler der ersten oder zweiten Reihe nicht verfügbar, verletzt oder vom Platz gestellt sein, so ordnet der Schiedsrichter im weiteren Spielverlauf nur noch passive Gedränge an. Die nicht für den Regelverstoß verantwortliche Mannschaft wirft den Ball in das Gedränge ein. Der Gedrängehalb der nicht einwerfenden Mannschaft und seine Mitspieler müssen sich hinter den hintersten Fuß ihrer am Gedränge teilnehmenden Stürmer begeben. Sie dürfen erst dann zur Verteidigung anlaufen, wenn der einwerfende Gedrängehalb den Ball aufgenommen hat.
Ein Regelverstoß wird mit einem Straftritt geahndet.
7. Gasse: Eine Gasse wird von 2 bis 4 Spielern jeder Mannschaft gebildet. Die einwerfende Mannschaft bestimmt die Anzahl der Spieler in der Gasse. Bis der Ball eingeworfen wird, muss jeder Spieler in der Gasse wenigstens 1 m Abstand vom nächsten Spieler haben. Spieler beider Mannschaften, die nicht an der Gasse teilnehmen, müssen sich 10 m hinter der Gassenline aufstellen.
8. Fußspiel: Das Spiel mit dem Fuß ist bei den Schülern A generell erlaubt. In der eigenen Verteidigungszone, die von der eigenen Malline bis zu einer Linie 10 m vor der eigenen Mallinie reicht, ist ein Freifang möglich. Hierfür gelten die gleichen Regeln wie bei den Schülern B
9. Foulspiel: Es gilt die Regel 26 des Rugbyspiels.
10. Der Ball: Bei den Schülern A wird mit Bällen der Größe 5 gespielt.
11. Spielkleidung: Es gelten die gleichen Regeln wie bei den Schülern B.
12. Halten: Es gilt die Regel 18 des Rugbyspiels.
13. Abseits: Im offenen Spiel ist ein Spieler in Abseitsposition, wenn er sich vor dem Ball aufhält, den ein anderer Spieler seiner Mannschaft zuletzt gespielt hat und wenn er ins Spiel eingreift, wenn er sich bei einem Kick vor dem tretenden Spieler seiner eigenen Mannschaft aufhält oder wenn er sich bei einem offenen Gedränge oder Paket vor dem hintersten Fuß eines Spielers seiner eigenen Mannschaft aufhält.
Für das Abseits am Gedränge, der Gasse, dem offenen Gedränge und Paket gelten die Regeln des Rugbyspiels.
14. Anzahl der Spieler: 12. Es dürfen 4 Spieler ausgewechselt werden.
15. Mannschaftsaufstellung: Eine Mannschaft besteht aus 12 Spielern, die die folgenden Rückennummern tragen sollen: 1 – Außenstürmer links, 2 – Hakler, 3 – Außenstürmer rechts, 4 – Zweite-Reihe-Stürmer links, 5 – Zweite-Reihe-Stürmer rechts, 9 – Gedrängehalb, 10 – Verbinder, 11 – Außendreiviertel links, 12 – Innendreiviertel, 13 – Innendreiviertel, 14 – Außendreiviertel rechts, 15 – Schlussmann.