Trainerlehrgang in der StuSta

Liebe Bayerische Rugby Gemeinde,
anbei findet Ihr die Einladung zum diesjährigen Spieler- und
Trainerlehrgang.
Dieser Lehrgang wird am 20. und 21. März in München/StuSta stattfinden.
Als Mittelpunkt dieses Workshops steht das Spiel der 1.sten Mannschaften von StuSta RFC vs. NRFC welches als Fallbeispiel verwendet wird.
Die Spieler beider Mannschaften werden vor dem Spiel im Rahmen des Lehrganges eine spezielle Vorbereitung, während des Spieles eine genaue Analyse und nach dem Spiel eine daraus resultierentes Feedback und Ausarbeitung bekommen.
Somit wird zum Ersten Mal ein Rugby Spiel in einen Lehrgang integriert. Der damit verbundene Vorteil für alle teilnehmenden Personen ist das Erlernen einer genauen Spielvorbereitung, Analyse und – das wichtigste – eine
fachgerechte Auswertung eines Spieles an Hand des konkreten Fallbeispieles.
Die Nachsorge der Spiele wir dabei eine zentrale Rolle spielen und für alle Vereine gleichermaßen wichtig sein.
Ich freue mich auf Eure rege Teilnahme und die Nutzung dieser einmaligen Chance.
Anmeldung und weitere Informationen siehe Anhang
Peter Smutna
Lehrwart RVBy
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Rugby als Schulsport

Rugby leidet in Deutschland unter Vorurteile, Verwechslungen oder falsche bzw. ungenaue Vorstellungen. Diese Umstände machen es einen rugbyinteressierten Lehrer nicht immer leicht, Sportkollegen und den Schuldirektor davon zu überzeugen, an ihrer Schule Rugby als Sportangebot einzuführen. An dieser Situation möchten wir etwas ändern,  da wir in den letzten Jahren viel positives Feedback von Schulen bekamen, die den Versuch gestartet haben Rugby als Schulsport anzubieten.
Wir haben hier ein Argumente zusammengetragen, die auch Sie davon überzeugen sollen, Rugby an Ihrer Schule einzuführen:
Rugby ist ein einfach zu erlernendes Spiel

  • Grundtechniken sind Laufen, Werfen, Passen und Fangen
  • Es gibt keine Schritt und Dribbelregeln
  • Der Ball darf mit dem Fuß und der Hand gespielt werden
  • Der Zielbereich wird durch die gesamte Breite des Spielfeldes gebildet

Rugby kann von jedem gespielt werden

  • Durch die Vielseitigkeit und Variantenvielfalt des Rugbyspiels kann für jeden Spielertypen eine für ihn angemessene Aufgabe gefunden werden
  • Jeder kann Rugby in einer seiner Schwächen und Stärken orientierten Position spielen

Rugby ist ein Teamsport

  • Die gesamte Mannschaft ordnet sich einem gemeinsamen Ziel unter
  • Die soziale Kompetenz der Schüler wird gefördert
  • Ein starkes Zusammengehörigkeitsgefühl wird erzeugt

Rugbyregeln sind variabel und veränderbar

  • Sie können individuellen Umständen und Bedingungen angepasst werden (Koedukation)
  • Die Regeln können gemeinsam entwickelt werden
  • Ein Verhaltenscodex kann gemeinsam erarbeitet werden (Fairplay)

Rugby ist gewaltpräventiv

  • Kontrollierter Körperkontakt durch ein variables, auf die Zielgruppe anwendbares Regelwerk
  • Kanalisierung überschüssiger Energien und Kräfte in sinnvolle sportliche Betätigung
  • Die natürliche Bewegung, um einen Gegner zu stoppen ist eine Klammerbewegung, die wenig Verletzungsrisiko in sich birgt
  • Durch das gemeinsame Erarbeiten von Verhaltensregeln trägt Rugby zur Friedenserziehung bei

Rugby ist koedukativ

  • Mädchen und Jungen können gemeinsam spielen
  • Man kann unterschiedliche Regeln für Mädchen und Jungen einführen und dennoch gemeinsam spielen

Rugby fördert vielfältige motorische sowie kognitive Fähigkeiten

  • Ganzheitliche Beanspruchung des Bewegungsapparates
  • Strategieentwicklung durch die Schüler/Schülerinnen
  • Kommunikation innerhalb einer Mannschaft ist nötig und wird gefördert

Rugby fördert die Entwicklung zu einer eigenständigen Persönlichkeit

  • Rugbysport als Medium gegen Egoismus und Rassismus im Sport
  • Rugbysport als sinnvolle Freizeitgestaltung
  • Identitätsbildung durch Rugbysport
  • Das Akzeptieren vorhandener Regeln muss erlernt werden und nur dadurch können Erfolgerlebnisse erzielt werden

Jahreshauptversammlung 2009

Am Samstag den 05.12.2009 um 16 Uhr im EWH-Vorbau der Studentenstadt beginnt die Jahreshauptversammlung des Fördervereins Studentenstadt Rugby e.V.
Die Tagesordnung findet Ihr hier.
Alle Mitglieder sind herzlich dazu eingeladen.

Die Spielregeln für Schüler B (11 -12 Jahre)

1.  Spielfeld:
In Querrichtung mit beiden 5-m-Linien als Mallinien, seitlich begrenzt durch die 22-m-Linie und die weiter entfernte 10-m-Linie. Abmessung: 40 x 65 m.
2. Spielzeit: 2 x 15 Minuten / 75 Minuten.
3. Spielbeginn: Ein Spieler der antretenden Mannschaft führt jeweils zu Beginn einer Halbzeit am Antrittspunkt einen Platztritt aus, bei Antritt nach einem Versuch einen Sprungtritt. Die gegnerische Mannschaft muss 7 m entfernt sein. Beim Antritt muss der Ball diese 7 m entfernte Linie überqueren.
4. Arten der Erfolge: Es gelten die gleichen Regeln wie bei den Schülern C.
5. Straftritt: Ein Straftritt wird als kurzer Antritt ausgeführt. Die gegnerische Mannschaft muss einen Abstand von mindestens 7 Metern einhalten.
6. Gedränge: Ein Gedränge wird von Spielern beider Mannschaften gebildet, die sich so aufstellen, dass der Ball zwischen ihnen auf den Boden eingeworfen werden kann. Bei den Schülern B wird ein Gedränge mit 3 Spielern in jeder Reihe durchgeführt.
Der mittlere Spieler in jeder Reihe ist der Hakler, und die Spieler beiderseits von ihm sind die Außenstürmer.
Die nicht für den Regelverstoß verantwortliche Mannschaft soll den Ball in das Gedränge einwerfen.
Der Gedrängehalb der nicht einwerfenden Mannschaft und seine Mitspieler müssen sich hinter den letzten Fuß des hintersten am Gedränge beteiligten eigenen Spielers begeben. Sie dürfen erst dann zur Verteidigung anlaufen, wenn der einwerfende Gedrängehalb den Ball wieder aufgenommen hat, nachdem er das Gedränge verlassen hat. Ein Regelverstoß wird mit einem Straftritt geahndet.
7. Gasse: Eine Gasse wird von 2 Spielern jeder Mannschaft gebildet, die sich in einfachen Reihen parallel und 5 mentfernt zur Seitenauslinie in Erwartung des Balles aufstellen, der zwischen beiden Reihen eingeworfen wird. Bis der Ball die Hand des einwerfenden Spielers verlassen hat, muss jeder Spieler in der Gasse wenigstens 1 m Abstand vom nächsten Spieler haben.
Die Gasse beginnt, wenn der Ball die Hände des Einwerfers verlässt. Die Gasse ist beendet, wenn der Ball die Gasse verlassen hat.
Spieler beider Mannschaften, die nicht an der Gasse teilneh men, müssen sich 7 m hinter der Gassenlinie aufstellen. Sie dürfen erst anlaufen, wenn die Gasse beendet ist. Die Gassen linie ist eine gedachte Linie im Spielfeld, die im rechten Winkel zur Seitenauslinie durch den Punkt verläuft, von dem der Ball einzuwerfen ist.
Ein Regelverstoß wird mit einem Straftritt geahndet.
8. Fußspiel: Das Spiel mit dem Fuß ist bei den Schülern B generell erlaubt. In der eigenen Verteidigungszone zwischen der 15-m-Linie und der 5-m-Linie ist ein Freifang (Marke) möglich.
Ein Spieler macht einen Freifang, wenn er in seiner Verteidigungszone oder im eigenen Malfeld mit mindestens einem Fuß auf dem Boden ist und den Ball klar von einem Tritt des Gegners fängt und zugleich ,,Marke!“ ruft. Aufgrund eines Freifangs ordnet der Schiedsrichter einen Freitritt an, der wie ein Straftritt ausgeführt wird.
Der Tritt muss von dem Spieler ausgeführt werden, der den Freifang gemacht hat.
In seiner eigenen Verteidigungszone macht ein Spieler einen Freifang.
Wenn die Marke im Malfeld ist, soll jedes daraus entstehende Gedränge 5 m vor der Mallinie auf einer Linie durch die Marke stattfinden.
9. Foulspiel: Es gelten die gleichen Regeln wie bei den Schülern C und D.
10. Der Ball: Schüler B spielen mit Bällen der Größe Nr.4.
11. Spielkleidung: Es gelten die gleichen Regeln wie bei der Schülern C und D. Schraubstollen sind erlaubt.
12. Halten: Es gelten die gleichen Regeln wie bei den Schülern C und D.
13. Abseits: Es gelten die gleichen Regeln wie bei den Schülern C.
14. Anzahl der Spieler: 8. Es dürfen 3 Spieler ausgewechselt werden.
15. Mannschaftsaufstellung: Eine Mannschaft besteht aus 8 Spielern, die die folgenden Rückennummern tragen sollen:
1 – Außenstürmer links, 2 – Hakler, 3 – Außenstürmer rechts, 9 – Gedrängehalb, 10 – Verbinder, 12 – Innendreiviertel, 13 – Innendreiviertel, 14 – Außendreiviertel.

Die Spielregeln für Schüler C (9 – 10 Jahre)

1. Spielfeld: In Querrichtung zum normalen Spielfeld mit den beiden 5-m-Linien als Mallinien, seitlich begrenzt durch die 10-m-Linie des normalen Spielfeldes und die 22-m-Linie.
Abmessung:  65 x 22 m.
2. Spielzeit: 2 x 10 Minuten / 60Minuten.
3. Spielbeginn: Ein Spieler der antretenden Mannschaft führt am Antrittspunkt einen kurzen Antritt aus, nimmt den Ball auf und passt ihn zu einem Mitspieler. Die gegnerische Mannschaft muss 5 m entfernt sein.
4. Arten der Erfolge: Für den Versuch gelten die gleichen Regeln wie bei den Schülern D.
Soweit es ohne zusätzlichen technischen Aufwand möglich ist, sollten Versuche bei den Schülern C erhöht werden. Ein Treffer nach einem Versuch (Erhöhung) zählt zwei Punkte. Bei den Schülern C soll die Erhöhung von der Mitte der Malstangen als Sprungtritt (Dropkick) ausgeführt werden. Diese Regel wird als Empfehlung aufgenommen. Sie wird für Meisterschaftsspiele nicht bindend vorgeschrieben.
5. Straftritt: Es gelten die gleichen Regeln wie bei den Schülern D.
6. Gedränge: Bei den Schülern C wird kein Gedränge ausgeführt. Hätte nach normalen Regeln ein Gedränge angeordnet werden müssen, erhält diejenige Mannschaft den Ball, die den Regelverstoß nicht begangen hat. Das Spiel wird gemäß Ziffer 5. fortgesetzt.
7. Gasse: Bei den Schülern C wird keine Gasse ausgeführt. Das Spiel wird gemäß Ziffer 5. fortgesetzt. Der kurze Antritt muss 1 Meter von der Seitenauslinie entfernt ausgeführt werden.
8. Fußspiel: Der Ball darf nur nach vorne getreten werden. wenn der Spieler, der den Tritt ausführt, sich hinter seiner eigenen Verteidigungslinie aufhält. Diese Linie verläuft in einer Entfernung von 10 m von der Mallinie parallel zu ihr. Bei Einfügung des Spielfeldes in das Normalfeld entspricht die Verteidigungslinie der 15-m-Linie.
9. Foulspiel: Es gelten die gleichen Regeln wie bei den Schülern D:
10. Der Ball: Schüler C spielen mit Bällen der Größe Nr.4.
11. Spielkleidung: Es gelten die gleichen Regeln wie bei den Schülern D.
12. Halten: Es gelten die gleichen Regeln wie bei den Schülern D.
13. Abseits: Während des Spiels ist ein Spieler im Abseits, wenn er sich vor dem Ball befindet, den ein anderer Spieler seiner Mannschaft zuletzt gespielt hatte, und ins Spiel eingreift oder wenn er sich bei einem Kick vor dem tretenden Spieler seiner eigenen Mannschaft befindet. Ein Verstoß wird mit einem Straftritt geahndet.
14. Anzahl der Spieler: 8. Es dürfen 3 Spieler ausgewechselt werden.

Rugby offizieller Schulsport in Bayern

Seit 2007 ist Rugby offizieller Schulsport in Bayern. Wir unterstützen Schulen bei der Planung und Umsetzung von Rugby als Schulsport.
Die nachstehenden Regeln gelten für Spiele der vier Schüler-Altersklassen (D, C, B und A), sind seit 1991 für alle Spiele im Bereich der Deutschen Rugby-Jugend (DRJ) gültig und wurden 1992 und 1995 überarbeitet. Die Einteilung der Altersspielklassen ergibt sich aus Ziffer 10.1. der DRJ-Spielordnung.

Sofern nachfolgend keine besonderen Bestimmungen genannt sind, gelten die Regeln des Rugbyspiels und die Bestimmungen der Satzungen und Spielordnungen des Deutschen Rugby-Verbandes (DRV) und der DRJ. Es ist besonders zu beachten, dass Spiele von Schülern, Jugendlichen und Junioren – wo dies möglich ist – von vereinsneutralen Schiedsrichtern geleitet werden.

Jugendarbeit

Die Jugendförderung hat schon über 30 Jugendliche erfolgreich an den Rugbysport herangeführt. Darunter befinden sind zwei Anwärter für die U-18 und U-21 Jugend-Nationalmannschaft.

Regeln für OK-Rugby

Grundsätzliches:
Alle Spieler dürfen:

  • mit dem Ball laufen (keine Schritt- oder Dribbelregel wie im Hand- oder Basketball)
  • den Ball mit der Hand nur seit- oder rückwärts passen
  • nur der Ballträger darf mit 2 Händen an der Hüfte berührt werden
  • dann muss der Ballträger sofort passen oder den Ball ablegen
  • einen Versuch im Malfeld (in der Halle eine Mattenbahn an beiden Enden des Spielfeldes) legen

Mannschaftsstärke / Spielfeldgröße / Spieldauer:

  • 5 – 6 Spieler pro Mannschaft in Dreifachturnhalle
  • 7 Spieler auf Außenanlage (1/2 Rugby- oder Fußballfeld)

  • Mannschaftsstärken von 5 – 11 Spielern möglich (abhängig von Spielfeldgröße und
  • Spielniveau: je niedriger, desto weniger Spieler)

  • Spieldauer abhängig von Mannschaftsgröße und Alter der Spieler.
    Empfehlung: Halle 2 x 7 min (3 min Pause)
    Außenfeld 2 X 10 min (5 min Pause)
  • Spielfeldbegrenzung durch Linien, Hütchen, o.ä.

Spielbeginn / Versuch:

  • Kickstart: auf dem Mittelpunkt der Mittellinie den Ball ca. 10 cm nach vorne kicken, aufnehmen und sofort laufen oder abgeben
  • Versuch: den Ball im Malfeld niederlegen (5 Punkte)

Wiederbeginn nach Spielunterbrechung / Ahndung von Vergehen:

  • nach Versuch: Kickstart Mittellinie
  • nach Seitenaus: Kickstart auf dem Punkt, an dem Ball Auslinie kreuzte
  • nach Aus im Malfeld: Kickstart 5 m vor Mallinie
  • nach technische Vergehen: Schiri bringt Ball mit Tritt oder Pass wieder ins Spiel (Möglichkeit, auch schwächere Spieler in Ballbesitz zu bringen!)
  • nach Foul: Bodenverlust von 5 m, danach wie bei technischem Vergehen

Halten des Ballträgers:

  • beim OK-Rugby muss sie/er mit beiden Händen an Hüfte berührt werden
  • der/die Ballträger/in muss dann umgehend Ball abgeben oder, wenn sie/er dazu nicht in der Lage, auf Boden legen (im Zielspiel wird der/die Ballträger/in durch Tiefhalten zu Boden gebracht)